Malchower Kirche würdigt Ehrenamtliche
Pastor Eckhard Kändler ehrt gemeinnütziges Engagement

Am 28. März 2025 ehrte Eckhard Kändler, Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Malchow, die Ehrenamtlichen dieser und der katholischen Schwestereinrichtung. „Unterhaltung am Tisch und auf der Bühne“, versprach Eckhard Kändler in seiner Begrüßungsrede den Ehrenamtlern der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Malchow. Diese hatten zahlreich, teils mit Partnern, an den Tischen im Saal der „Werleburg“ Platz genommen. „Wir möchten Ihnen herzlich für Ihre Arbeit danken – ohne sie wäre vieles in den Kirchen nicht möglich“, betonte der Pastor. Bereits in der frühen Kirchengeschichte habe es Menschen gegeben, die gewissermaßen als Vorläufer der Ehrenamtler agiert hätten. So kämen in einer Apostelgeschichte Diakone als Helfer der Apostel vor, die letzteren geholfen hätten, sich um die Armen zu kümmern. „Sie arbeiteten gratis – für einen Gotteslohn, sagt man auch.“ Zum Glück gebe es auch heute noch Leute, die für diesen tätig würden.
„Denn das Ehrenamt ist unbezahlt, aber in vielen Bereichen unbezahlbar.“ Am Ende der Rede rief Eckhard Kändler die Vertreter der verschiedenen Ehrenämter rund um die beiden Kirchengemeinden auf. Stets hoben sich mehrere Hände: Offene Kirche, Lektoren, Chormitglieder, Gestalter von Kindergottesdienst und Krippenspiel, Blumendienst, Friedhofspflege, Förderverein Stadtkirche, Kinoverein Nossentin, Kirchengemeinderat und kleinere Aufgaben wie Austragen der Gemeindebriefe oder Vorbereitung von Veranstaltungen wie dem Weltgebetstag der Frauen – so vielfältig sind die Arbeiten in den Gotteshäusern, für die es den Gotteslohn gibt. Auch bei dem Abend für die Ehrenamtler der Gemeinden waren ihre Kollegen tätig gewesen und hatten Getränke und einen kleinen Imbiss besorgt. Im kulturellen Teil des Abends spielten dann – natürlich – ebenso Ehrenamtler für Ehrenamtler: Die Malchower Dilettanten-Bühne, kurz MaDiBü. Wie stets moderierte Ines Freye. Sie würdigte vor der Reihe von kleinen Sketchen und Liedern, die die MaDiBü eigens für den Abend zusammengestellt hatte, die Leistung von Menschen, die sich unentgeltlich einbringen: „Sie wirken oft im Verborgenen.“ Bezüglich auf die Kernaufgabe der MaDiBü relativierte Ines Freye das allerdings gleich wieder: „Unser ehrenamtliches Engagement dient ausschließlich der Belustigung.“ Der Alltag sei oft schon ernst genug.
Unter den Gästen dieses Abends waren auch die Hüterinnen der Kirche Nossentin um Dietlind Borm. Zehn Personen seien sie insgesamt, erzählten die Frauen. Sie kämen aus Silz, Nossentiner Hütte, Jabel und Nossentin selbst und sicherten jeweils zu zweit in der Saison von 13 bis 16 Uhr die Offene Kirche ab. „Wir bereiten uns auf diese Dienste gezielt vor, studieren zum Beispiel Material zur Kirchengeschichte. So sind wir auf die Fragen der Besucher vorbereitet. Oft ergeben sich dann daraus auch nette Gespräche“, berichtete Dietlind Borm. Ihre Kollegin erinnerte sich, wie sie mal einem Gast aus Süddeutschland Tipps gegeben habe, auf welchen Wegen er die Müritz am besten umradeln könne. Meist ginge es in den Unterhaltungen aber vor allem um die Kirche. „Viele Besucher betreten das Gebäude und sagen spontan: Endlich mal eine helle Kirche!“, meinten die Kirchenhüterinnen. In diesen Tagen tauchen in der Kirche Nossentin auch wieder hellgrüne Farbtupfer auf: die frisch gedruckten Programmhefte des Vereins Kunst- und Kinokirche Nossentin e. V. Am 24. April 2025 geht es los: Da startet die Saison mit dem französischen Film „O la la – Wer ahnt denn so was?“