50. Euro für eine der ältesten Feldsteinkirchen
Eigentlich ist es nur noch ein steinernes Gerippe, was von der alten Feldsteinkirche in Dambeck bei Röbel/Müritz übriggeblieben ist. Aber sie ist scheinbar genau deshalb ein beliebter Ausflugsort und ein idyllisches Fotomotiv. Die Dambecker Kirchruine wurde jetzt in ein bundesweites Denkmal-Sonderschutzprogramm aufgenommen und der zum Erhalt der Kirchruine Dambeck gegründete Förderverein kann sich über eine Förderung von 50.000 Euro freuen.
Die Dambecker Kirche wurde Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und zählt zu den ältesten Feldsteinkirchen im Süden von Mecklenburg-Vorpommern. Etwa 600 Jahre lang galt die Kirche als Mittelpunkt und Schutz für das ehemalige Dambeck. Ursprünglich erstreckte sich das Dorf zwischen Wehrkirche und dem angrenzenden See entlang.
Vor über 200 Jahren wurde der Ort Dambeck an seine heute Stelle umgesiedelt. Dennoch galt die Kirche weitere 120 Jahre als Mittelpunkt im Dorfleben und wurde von den Einwohnern genutzt. 1954 führte bei einem schweren Gewitter ein Blitzeinschlag zu einer Explosion der hier gelagerten Munition aus dem zweiten Weltkrieg. Es war das Ende der Feldsteinkirche Dambeck, denn sie brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Giebel werden mittlerweile von einem Stützgerüst gehalten. Aber die Kirche begeistert immer noch viele Menschen, die sich für den Erhalt der Kirchruine Dambeck stark machen. Im Mai 2014 wurde eigens ein Förderverein gegründet. Die Außenanlage der Kirche ist von einer kleinen Mauer und alten Eichen umgeben. Sie schließen auch einen kleinen Friedhof ein, auf dem Friedrich von Langermann und Erlenkamp 1935 seine letzte Ruhestätte fand.
Durch das von der Bundesregierung bereitgestellte Denkmalschutz-Sonderprogramm fließen auch 2,8 Millionen Euro nach Mecklenburg-Vorpommern. 50.000 Euro bekommt der Förderverein zur Aufwertung der Dambecker Kirchruine. Fest steht, auch nach der Teilsanierung im vergangenen Jahr, bei der der Chorraum neu überdacht wurde, soll der Ruinencharakter beibehalten werden. Aber ein Nutzungskonzept soll schon bald Konzerte, Trauungen bei Hochzeiten, Märkte, Theateraufführungen und selbst Gottesdienste ermöglichen.