Spitzenkoch Alfred Fahr auf der Grünen Woche Berlin

„So viel Bio wie möglich!“ – Das ist das Motto des Spitzenkochs Alfred Fahr. Der Allgäuer hat bereits für Nelson Mandela gekocht und wird am Samstag, dem 19. Januar, ab 13.45 Uhr, gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus in der Bio-Halle (Halle 1.2b, Stand 215) auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ein schmackhaftes Gericht aus Bio-Zutaten zubereiten. Auf der Speisekarte steht unter anderem Salat von der Bio-Gärtnerei Watzkendorf (LK Mecklenburgische Seenplatte), verfeinert mit Joghurt von der Gläsernen Molkerei in Dechow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Käse von der Gläsernen Molkerei Münchehof in Brandenburg.
„Das Gute liegt meist so nah – gerade, wenn es ums Essen geht. Wir in Mecklenburg-Vorpommern produzieren köstliche, gesunde und vor allem qualitativ hochwertige Lebensmittel. Natürlich muss man aber auch wissen, wie die Produkte in der heimischen Küche am besten verarbeitet werden. Auch das zeigen wir auf der Grünen Woche“, betonte der Minister im Vorfeld der Veranstaltung.
„Besonders stolz können wir in Mecklenburg-Vorpommern auf die Entwicklung des Öko-Landbaus sein, der in 2018 um weitere 13.000 Hektar zugelegt hat. Damit werden mittlerweile rund 152.600 Hektar Fläche ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 11,4 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Damit liegen wir weit über dem Bundesdurchschnitt von 8,2 Prozent“, ergänzte er.
Mit fast 950 biozertifizierten Landwirtschaftsbetrieben wirtschaften ca. 19 Prozent und damit fast jeder 5. Betrieb in MV ökologisch. Davon sind 210 im Bereich Verarbeitung zertifiziert, darunter die Verarbeitungsbetriebe Ludwigsluster Fleisch- und Wurstwarenspezialitäten, die Gläserne Molkerei in Dechow und die Molkerei Arla Foods. Bei dem Ludwigsluster Fleisch- und Wurstproduzenten liegt der Anteil der Bio-Produktion bei ca. 60 Prozent. Von den ca. 100 Erzeugern, die das Unternehmen mit Bio-Fleisch beliefern, sind etwa 80 Prozent in MV ansässig. Der Betrieb wurde auf Basis der Marktstrukturverbesserungsrichtlinie mehrfach durch das Land gefördert. Seit 2008 wurden 11 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 11 Millionen Euro realisiert.
Dass der Bio-Markt weiter wachse, belegten auch die Umsatzzahlen der Biopark Markt GmbH in Malchin, eine Vermarktungsgesellschaft für Bio-Produkte. Demnach sei der Umsatz in 2017/2018 um etwa 7 Prozent auf insgesamt 61 Millionen Euro gestiegen, so Backhaus. Deutschlandweit wurde 2017 durch den Verkauf von Bio-Lebensmitteln erstmals über 10 Milliarden Euro erwirtschaftet.
„Trotz dieser positiven Entwicklung ist es wichtig, dass wir auf ein marktangepasstes und damit nachhaltiges Wachstum im ökologischen Landbau setzen“, führte Minister Backhaus aus. Ganz zentral seien dafür auch innovative Betriebskonzepte.